Regio kommuniziert interkommunal

Regio kommuniziert interkommunal

Die Kunst der Kommunikation stand im Zentrum des Abends der interkommunalen Zusammenarbeit der Regio Kreuzlingen vom Mittwoch, 10. September. Ein illustrer Überraschungsgast erinnerte daran, den Humor nie aus den Augen zu verlieren.

Zuerst die Theorie, dann die Praxis: Mit einem kurzen Inputreferat eröffnete Roman Salzmann den achten Abend der interkommunalen Zusammenarbeit der Regionalplanungsgruppe (Regio) Kreuzlingen. Der Kommunikationsberater und Regio-Geschäftsführer vermittelte die Grundlagen gelingender Kommunikation. Dabei ging er insbesondere darauf ein, wie in kommunikativen Krisenzeiten ein kühler Kopf bewahrt werden kann.

Es gelte, gegen aussen ehrlich, offen, transparent, umfassend und zeitnah zu informieren. Dafür sei es wichtig, die Zielgruppen zu kennen und zu wissen, wie man diese im Bedarfsfall erreicht. Gelingende Kommunikation fange indes bereits intern an: «So, wie Sie im Gemeinderat vertrauensvoll und konstruktiv zusammenarbeiten, so kommt auch Ihre Kommunikation bei den Zielgruppen an.»

Beleuchteten die Kunst der Kommunikation: Kabarettist Thomas Götz, Regio Kreuzlingen-Präsidentin Gaby J. Müller und Regio-Geschäftsführer Roman Salzmann.

Beleuchteten die Kunst der Kommunikation: Kabarettist Thomas Götz, Regio Kreuzlingen-Präsidentin Gaby J. Müller und Regio-Geschäftsführer Roman Salzmann.

 

Humor darf nicht fehlen

In der Folge konnten die rund 50 Behördenmitglieder aus der Region das Gehörte praktisch anwenden: In kleinen Teams erarbeiteten sie Lösungen für kommunikative Herausforderungen. Wie wird beispielsweise eine kurzfristige Strassensperrung am besten kommuniziert? Und wie geht man als Gemeinde mit Anschuldigungen gegen Mitarbeitende um? Dass bei aller Ernsthaftigkeit die nötige Prise Humor nicht vergessen werden darf, machte der Thurgauer Satiriker Thomas Götz als Überraschungsgast klar: Er betrat als Kommunikationsprofi Linus Berger die Bühne. Nach dem Motto «Gibt’s Ärger, call Berger» legte er fiktiv-augenzwinkernd und humorvoll dar, wie er den Thurgauer Regierungsrat und Gemeinderäte in Krisensituationen beraten würde.

Gaby J. Müller, Präsidentin der Regio Kreuzlingen, bedankte sich bei den Referenten und den Teilnehmenden fürs engagierte Mitwirken. Beim abschliessenden Apéro im Foyer des Konferenzzentrums Lilienberg in Ermatingen knüpften die Gemeinderatsmitglieder an den offiziellen Teil an: Sie übten sich ganz praktisch in der Kunst des interkommunalen Austauschs.

 

«Regivelo-Pfüdi» als Influencer

«Regivelo-Pfüdi» als Influencer

Dutzende Male geduldig geübt und einmal perfekt inszeniert: Der «Regivelo-Pfüdi» weckt dank der Kooperation mit dem Einkaufszentrum Karussell Kreuzlingen Interesse für den Fahrradverleih «Regivelo» und wird zum Influencer für Lastenvelos (Video jetzt anschauen).

Die Idee wurde an einem Treffen des Vereins Kombinierte Mobilität Regio Kreuzlingen geboren, der den Fahrradverleih Regivelo betreibt: Der Centerleiter des Einkaufszentrums Karussell Kreuzlingen regte an, die Lastenvelos stärker zu vermarkten, weil sie eine gute Transportalternative für seine Kundschaft sind. Das Einkaufszentrum ist Infrastrukturpartner von Regivelo und stiess auf offene Ohren.

Papi Silvio und Sohn Elija Rüegger hatten Spass an den Dreharbeiten des Regivelo-Karussell-Videos (Video jetzt anschauen).

 

Viel Spass am Dreh

Kurz darauf erfolgte an einem sonnigen Morgen der Dreh mit den beiden Protagonisten Silvio Rüegger und dessen zweijährigen Sohn Elija. Die beiden entwickelten sich während der Dreharbeiten des Kurzvideos vor dem Karussell Kreuzlingen schnell zu den Lieblingen der ein- und ausgehenden Kundinnen und Kunden: Sie drehten jede Szene mit viel Spass und gemäss den Tipps des Filmteams mehrmals.

Vor allem die Passage, wo Elija dutzende Male verschiedene Variationen mit dem Ausspruch «Regivelo» durchspielte, sorgte bei der Produktion für den einen oder anderen Lacher und sicherte dem Knirps grosse Bewunderung ob seiner Geduld. Was dabei herauskam, überzeugte auch die Nutzenden der sozialen Medien, wo das Einkaufszentrum Karussell und Regivelo das Video platzierten: Die Klickzahlen gingen durch die Decke, und der kleine Elija und sein Vater wurden unverhofft zu Shoppingstars und Influencern für Lastenvelos.

Für Ausflug oder Einkaufstour

Manuel Köchli, Leiter des Einkaufszentrums Karussell Kreuzlingen ist überzeugt: «Damit können wir breite Kreise unserer lokalen Kundschaft motivieren, die umweltfreundliche Transportart auszuprobieren, ohne schleppen und ohne einen Parkplatz suchen zu müssen. Die Lastenvelos können direkt beim Haupteingang geparkt werden.» Ekkehard Fuchs, Projektkoordinator von Regivelo zeigt sich begeistert: «Das ist wirklich eine gute Sache, denn man kann von Tägerwilen bis Lengwil die Lastenvelos abstellen. Und wenn es grad mal keines an einer Station hat, kann man über die App einfach nachschauen, wo eines verfügbar ist und dann mit einem anderen E-Bike dorthin fahren und ‹umsteigen›.»

Fuchs hebt die breite Funktionalität der Lastenvelos hervor: «In der Kiste vor der Lenkstange können bequem zwei Kleinkinder chauffiert oder Waren bis zu einem Gewicht von 80 Kilo transportiert werden. Das ist geradezu ideal für einen Familienausflug oder grössere Einkäufe.» Dies auszuprobieren lohne sich, denn: «Die Lastenvelos sind dank Elektromotor und durchdachter Konstruktion einfach und sicher zu lenken.»

 

Regio wählt Schmidiger in den Vorstand

Regio wählt Schmidiger in den Vorstand

Regio wählt Schmidiger in den Vorstand

Ciril Schmidiger komplettiert den Vorstand: Die Regio Kreuzlingen hat am Montagabend, 6. November 2023, den Lengwiler Gemeindepräsidenten und Kantonsrat als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Die Delegierten der Regionalplanungsgruppe Regio Kreuzlingen setzen sich aus allen Gemeindepräsidien des Bezirks zusammen. Der Vorstand musste nach dem Rücktritt von Christina Pagnoncini, ehemalige Gemeindepräsidentin von Kemmental, ergänzt werden. Diskussionslos und einstimmig wurde der Lengwiler Gemeindepräsident und SVP-Kantonsrat Ciril Schmidiger gewählt. Gaby J. Müller, Gemeindepräsidentin von Raperswilen, wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt und übernimmt nach dem Ausscheiden von Co-Präsidentin Pagnoncini das Präsidium alleine.

Schmidiger freut sich, im Regio-Vorstand die Synergien seines regionalen Engagements nutzen zu können: «Aufgrund meiner Tätigkeiten in verschiedenen Gremien wie dem Verein Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz, bei Regivelo und der Wasserversorgung Region Kreuzlingen sowie dem Abwasserzweckverband Münsterlingen kann ich meine Erfahrungen gewinnbringend für die Regio Kreuzlingen einbringen.»

Wollen in der Regio Kreuzlingen die regionale Zusammenarbeit stärken: Das neue Vorstandsmitglied Ciril Schmidiger und Präsidentin Gaby J. Müller.

Die Regio hochleben lassen

Die Regio hochleben lassen

Die Regio hochleben lassen

«Hart am Wind, nah am Volk». Die Gemeindeverantwortlichen der Regio Kreuzlingen tauschten am Abend der interkommunalen Zusammenarbeit darüber aus, wie sie als Teams wirkungsvoll arbeiten können – lokal wie auch regional.

Am Mittwochabend, 20. September 2023 entwickelte der grösste Teil sämtlicher Behördenmitglieder der Regio Kreuzlingen und der Gemeindeschreiberinnen und -schreiber in der Mehrzweckhalle Güttingen Ideen. Die Gemeinderatsgremien der 14 Mitgliedsgemeinden erhielten einerseits Impulse für die effiziente Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde. Andererseits wurden sie angeregt, über mögliche pragmatische Kooperationen in der Regio Kreuzlingen nachzudenken, was zu interessanten Ansätzen führte, die in Zukunft näher geprüft werden.

Wirkungsvoll mit der Bevölkerung
Grundlage für den Erfahrungsaustausch über mögliche regionale Zusammenarbeitsformen lieferten beispielsweise kurze Informationsreferate: Die scheidende Co-Präsidentin Christina Pagnoncini, bis Ende September Gemeindepräsidentin in Kemmental, motivierte die Anwesenden, den regionalen Geist hochleben zu lassen. Regio-Co-Präsidentin Gaby J. Müller, Gemeindepräsidentin in Raperswilen, berichtete über die Strategieentwicklung in der Regio, der sich alle Gemeindepräsidien angenommen haben. Dabei sei herausgekommen, dass man viel besser gemeinsame Ziele stecken könne, wenn man sich besser kenne. Dies sei auch die Absicht des Abends der interkommunalen Zusammenarbeit. Langrickenbachs Gemeindepräsidentin Denise Neuweiler berichtete von ihren wertvollen Erkenntnissen während der Ausarbeitung der Stärken-Schwächen-Analyse für die eigene Gemeinde; diese gesammelten Positionierungsansätze der einzelnen Gemeinden seien eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit in der Regio Kreuzlingen. Kreuzlingens Stadtpräsident Thomas Niederberger erläuterte das in Erarbeitung begriffene neue Agglomerationsprogramm, an dem auch die Stadt Konstanz und weitere deutsche Partner mitwirken. Es gehe darum, aufgrund eines Zukunftsbildes die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung über die ganze Region gut zu steuern, selbst wenn nicht alle Gemeinden beim Agglomerationsprogramm dabei seien. Regio-Geschäftsleiter Roman Salzmann ging auf die fünf strategischen Schwerpunkte der Regio ein, die sich in einem Prozess mit allen Gemeindepräsidien gemeinsam herauskristallisiert hätten: Verstärkter Austausch und Zusammenhalt auf politischer Ebene, Synergien auf Verwaltungsebene, Begünstigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, achtsame Siedlungsentwicklung und nachhaltige Energienutzung.

Wirkungsvoll mit der Bevölkerung
Organisationsberater David Hauser legte sein Schwergewicht unter dem Thema «Hart am Wind, nah am Volk» auf die Frage, wie Ziele eines Gemeinderats wirkungsvoll verfolgt und eng mit der Bevölkerung abgestimmt werden können. Der passionierte Segler zog originelle Parallelen zur «Fahrt mit dem Gemeinderat durch eine Amtsperiode». Er machte klar, dass es wichtig sei, sich als Team gut zu finden und zu wissen, wohin die Reise einer Gemeinde geht. Das sei auch hilfreich, wenn es darum geht, mit anderen Gemeinden gemeinsam Synergien zu nutzen und Potenziale zu finden.

Co-Präsidentin Gaby J. Müller will den Zusammenhalt unter den Gemeinden in der Regio Kreuzlingen stärken.